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NEUE ADRESSE:
Schlossstr. 1
06249 Mücheln / Geiseltal
Historische Stallanlage am Wasserschloss

 

„Jetzt sind die bösen Männer nicht mehr da, jetzt kann uns nichts mehr passieren“, ein zaghaftes Strahlen überzieht das Gesicht des kleinen Jungen, als er diese Worte zu dem wuscheligen Pony sagt, das er mit Hingabe bürstet.

Es ist derselbe kleine Junge, der mit seinem Bruder an der Hand am vorvergangene Samstag hilflos weinend und zitternd in den Trümmern stand, um ihn herum ein tobender Mob, Männer, die völlig haltlos, völlig entfesselt seinen geliebten Ponyhof zertrümmerten, zerschlugen, dem Erdboden gleichmachten.

 

Vor den Augen von 20 Kindern des Vereins PONI hatte am Samstag den 11.November in Frankleben der Geschäftsführer und Mitglieder der Stiftung, die sich mal „von Bose-von Pacher Stiftung“ nennt und mal „Kulturgut Schloss Frankleben“, ihr vermeintliches Recht in die eigenen Hand genommen und in Selbstjustiz innerhalb weniger Stunden das gemietete Vereinsgelände des PONI e.V. verwüstet, völlig zerstört.

Nun muss sich der Staatsanwalt mit dem Vorfall beschäftigen.

 

 

Als sich die Schreckensnachricht über das Netz verbreitete war es in einer beispiellosen Hilfsaktion, an der sich dutzende Hilfswillige beteiligten, gelungen, die Tiere innerhalb weniger Stunden ins Ausweichquartier nach Mücheln zu verbringen. Am nächsten Tage folgten die Besitztümer der Vereinsmitglieder, so sie noch auffindbar und unbeschädigt der Orgie der Zerstörung entgangen waren.

 

Nun, eine Woche nach dem Tag der Zerstörung, hat der Verein sich im neuen Domizil in Mücheln ganz gut eingerichtet. Die Abläufe spielen sich ein. Alte Freunde und neue Interessierte kommen zu Besuch, der Reitbetrieb wird langsam wieder aufgenommen und es kehrt Ruhe ein, in die alten Stallmauern des Wasserschlosses. Der trutzige antike Stall bildet die passende Kulisse, einen ruhigen sicheren Ort für den gebeutelten Verein, einen Ort an dem auch die Kinder langsam anfangen zu reden, sich auszutauschen, die Schrecken zu verarbeiten. Noch immer fließen hier und da Tränen. Noch immer Fassungslosigkeit, ein Gefühl, das nicht so schnell weichen wird.

 

Erste Ideen für die vor uns liegende Zukunft kommen auf. Wundervolle Menschen, Unterstützer, finden sich ein, die mutigen und tatkräftigen Vereinsmitglieder und unsere tapferen Reitkinder fangen an, voller Hoffnung in die Zukunft zu blicken.

 

 

 

 

Was zuvor geschah:

Die Familie des sachsen-anhaltinischen Datenschutzbeauftragten Harald von Bose war bis 1945 Besitzer von Schloss Frankleben bei Merseburg/Sachsen-Anhalt. Rückgabeansprüche der Familie konnten nach der Wende nicht rechtskräftig gültig gemacht werden, da die juristische Voraussetzung für eine Rückübertragung nicht bestand.

 

Im Jahr 2007 erwarb der dubiose österreichische Adlige Franz Pacher von Theinburg (die Nutzung des Adelsprädikates wurde ihm ab 2016 offensichtlich untersagt, heute also nur „Pacher-Theinburg“)das Schloss, gründete eine gemeinnützige GmbH mit Namen SPAN. Seit Erwerb wurden dieser gGmbH öffentliche und private Fördergelder in nicht unerheblichen Umfang für die Sanierung des Schlosses zur Verfügung gestellt.

Zum Jahreswechsel 2016/17 wurde das Schloss in eine von Bose-von Pacher Stiftung überführt. Zu Beginn des Jahres 2017 präsentiert sich von Bose in der Presse als Vorstand der Stiftung und neuer Schlossherr.

 

 

Über den Grund der Vermietung einer Stallanlage auf dem Schlossgelände und weiterer Teile des Schlossparks an den gemeinnützigen Verein PONI im Jahre 2013 können wir nur spekulieren.

Sicher ist jedenfalls, dass man bald nach Abschluss des Mietvertrages versuchte, den Verein wieder loszuwerden. Die Struktur des abgeschlossenen Vertrages ließ jedoch eine Auflösung nicht so einfach zu, nicht zuletzt da der Verein sich verpflichtet hatte, Gebäude und Gelände zu sanieren und hier erhebliche Mittel investiert hatte.

Da 2016 der Verein auf dem Rechtswege vor dem Landgericht in Halle einen fulminanten und deutlichen Sieg errang, mussten andere Methoden der Vertreibung her: Es erfolgten zahllose Anzeigen bei wirklich allen auch nur entfernt relevanten Behörden und halten den Verein auf Trab: Veterinäramt, Bauamt, Gesundheitsamt, Umweltamt, unzählige Strafanzeigen gegen den Verein, vielmehr dessen ersten Vorsitzenden. Alle Verfahren werden in der Folge eingestellt.

Zeitgleich begann eine beispiellose Boykottkampagne: Von einer Gruppe die sich „Landsknechte von Bose und Pacher“ oder „Bürgerinitiative pro Schloss“ nennt wurden Mitglieder und Gäste des Vereins, deren Namen man in Erfahrung bringen konnte angeschrieben, anonym angerufen, bedroht, beschimpft und verleumdet, bei ihren Arbeitgebern angezeigt, im Internet verleumdet.

Es wurden vom Gelände Personen, vorzugsweise Behinderte, Kinder und Frauen vertrieben, beschimpft und bedroht, mit Fahrzeugen verfolgt und mit Baumaschinen fast angefahren. Der Hauptzugang zum Schloss wurde mehrfach mit Ketten und Vorhängeschlössern versperrt. Das Schloss selbst wird mit einem separaten Ring aus Gitterzäunen und Maschendraht eingezäunt. Wege wurden mit Zäunen, Gegenständen, Fahrzeugen verstellt und versperrt, Koppeln nachts geöffnet und Pferde freigesetzt, Koppelzäune durchgeschnitten und abgerissen, ganze Koppeln auf den Pachtflächen Dritter abgebaut, Material gestohlen und zerstört.

Mehrere Strafanzeigen werden gestellt, so sich eingeschüchterte Opfer bereitfinden, dreimal wurde bislang Strafbefehl erlassen, eine Verurteilung vor dem Strafrichter in Merseburg erfolgte.

 

Im Namen des Stiftungsvorstandes und Datenschutzbeauftragten von Bose wurde eine Videokamerea installiert, die die Vereinsmitglieder monatelang überwachte.

 

 

In einem Berufungsurteil des OLG in Naumburg, dessen unzusammenhängender Urteilstext mehr Fragen aufwirft, als Antworten bereitstellt bekommt Pacher (von?) Theinburg 2017 in zweiter Instanz Recht. Dem Verein kann vorläufig vollstreckbar der Pachtvertrag gekündigt werden. Dass der Name Harald (von Bose?) in dem Urteil auftaucht ist ebenso ohne Zusammenhang, wie die inhaltlichen Bestimmungen, die eine Vollstreckung im Sinne der Stiftung des Herrn von Bose/ der liquidierten GmbH SPAN(?) dann doch letztlich unmöglich machen.

Der Verein, inzwischen auf der Suche nach einem neuen Domizil, hat gegen das Urteil Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH in Karlsruhe eingelegt.

 

Eine Korrektur dieses für beide Seiten ungünstigen Urteils wollte die Stiftung offenkundig am Samstag in Selbstjustiz vornehmen, indem sie Flächen räumte, die vom Urteil eindeutig nicht betroffen sind. Diese selbsternannte Räumung artete schnell in eine maßlose Orgie von Gewalt und Zerstörungswut aus. Vor den Augen der Kinder und erwachsenen Vereinsmitglieder, die ohnmächtig, weinend und fassungslos der blindwütigen Zerstörung ihres Eigentum zusehen mussten und vor den Augen einer untätigen Polizei, wurden wahllose Gebäude und Zäune zerstört, Gegenstände, die hemmungslos niedergefahren, verängstige Pferde sprangen aus geborstenen Umzäunung ihres Auslaufs und liefen kopflos über die Straßen davon, verängstige Kinder zogen ihre Ponys am Zügel hinter sich her, auf der Flucht vor dem wütenden Mob, der mit Schaufeln, Vorschlaghämmern und Beilen auf das Vereinsgelände losging.

Ein Albtraumszenario der Eigenmacht, der Selbstjustiz, selbstgerechte entfesselte Menschen, die jedes Maß, jede Menschlichkeit verloren haben und sich noch feixend, lachend und klatschend über die zitternden und weinenden Kinder lustig machten, vom Leid Handyvideos erstellten.

 

Die Vorfälle vom Samstag setzen dieser Geschichte nun ein vorläufiges Ende.

 

Bürgermeister Schmitz aus Braunsbedra, dessen Kanzlei Herrn Pacher (von?) Theinburg zunächst rechtlich vertreten hatte, spielt in dem ganzen Possenstück eine dubiose Rolle: In einem Schreiben an drei besorgte Mütter, die ihn über die grobe Behandlung ihrer Kinder durch Dr.Pacher und ihre Befürchtungen informierten und um Schutz für die Vereinsmitglieder baten, stellt sich der Bürgermeister eindeutig auf die Seite des Schlossbetreibers. Es mag in diesem Zusammenhang kein Zufall sein, dass dem Reitverein nicht nur sofort, ohne die Angabe von Gründen Pachtflächen innerhalb Franklebens von der Stadtverwaltung fristlos gekündigt werden, sowie die Nutzung des angrenzenden Waldes, damals noch Teil der gepachteten Fläche von der Stadtverwaltung für den Reitbetrieb mit dort eilfertig aufgestellten Schildern verboten wird.

Von einem Vereinsmitglied zu den Ausschreitungen vom 11.11.2017 befragt, sagte Bürgermeister Schmitz, er unterstütze die Aktion vorbehaltlos.

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

Konzept Reitunterricht:

PONI e.V. bildet Kinder und Erwachsene zu Freizeit- und Geländereitern aus, das heißt, wir lehren einen Menschen, sich mit einem Pferd im Gelände in allen Gangarten und (hoffentlich) in allen Situationen gefahr- und gefährdungsfrei zu bewegen.

Dabei weisen wir unsere MitreiterInnen auch in alle Aspekte von artgerechter Haltung und Umgang mit dem Partner Pferd ein, lehren Elemente der Bodenarbeit uund des Horsemanship. Weil wir auch ein Zucht- und Ausbildungsbetrieb sind, bekommen unsere Reiter auch Einblicke in alle Lebenszyklen von Pferden vom Fohlen bis zum erwachsenen Reitpferd.

Schulkinder beginnen bei uns in der Einsteigergruppe und lernen hier nach spielerischen Montessori-Prinzipien die Gangarten Schritt und Trab, das Leicht-Traben das Kurvenreiten/Abbiegen und das Bremsen/Anhalten.

Klappt das sicher rücken sie in die Fortgeschrittenengruppe auf, in der nach klassischen Prinzipien in der Abteilung und im Gelände Schritt und Trab vertieft werden, das Galoppieren, der Leichte Sitz und das Überwinden kleiner Sprünge unterrichtet werden.

Danach ist der Weg offen für einen Reitbeteiligung. Hier steht dem Kind unter Anleitung nun ein geeignetes „eigenes“ Pferd zur freien Verfügung für das Reiten, die Versorgung und das dicke Befreunden.

 

 

Der Ponyclub des PONI e.V. ist der erste, „echte“ Reitunterricht für unsere Einsteiger. Ponyclubber lernen hier in zweieinhalbstündigen Unterrichtsmodulen nach spielerischen Montessori-Prinzipien die Gangarten Schritt und Trab, das Leicht-Traben das Kurvenreiten/Abbiegen und das Bremsen/Anhalten. Wir machen nach dem englischen Unterrichtssystem viele verrückte Spiele mit den Pferden, die Ängste und Unsicherheiten schnell vergessen lassen und reiten auch schon kleine Geländeeinheiten. Angst vor dem großen Tier verlieren wir ganz schnell, weil wir die Pferde und Ponys realistisch einschätzen können und im Umgang mit ihnen ihre Sprache lernen.

Poynclubber haben auch während der Unterrichtseinheiten viel Zeit für die Pflege und den Umgang mit dem Pferd. Kenntnisse zu Haltung, Eigenarten und Pflege der Tiere, wie sie im Basispass Pferdekunde der FN abgefragt werden, werden hier theoretisch und praktisch vermittelt.

Die Ponyclubber trainieren mittwochs und donnerstags von 15h bis 17:30h; Kosten: 15,-€

 

 

Die FORTIS des PONI e.V.: Wenn man den Ponyclub oder die Erwachsenen-Einsteigergruppe erfolgreich abgeschlossen hat oder schon sicher leichttraben kann, dann kommt man beim PONI e.V. in die FORTI Gruppen.
Hier trainieren Kinder und Erwachsene zusammen, jeder reitet ein Pferd/Pony und bereitet es selbst auf den Unterricht vor. In der Stunde werden Schritt, Trab, Galopp und kleinen Sprünge unterrichtet.
Der Unterricht nach WBO ist vielseitig und spannend und bedient sich auch bei Elementen aus dem breitensportlichen Bereich, als da sind Geschicklichkeitsübungen, Trailaufgaben und Gymkhana-Übungen.
Absolventen der FORTI Gruppen können im Sommerprogramm auch das Deutsche Reitabzeichen der FN bei uns ablegen.
 
Die Fortis trainieren samstags und sonntags um 14h oder 16h; Die Einheit dauert zwei Stunden. Kosten: 15,-€
 
 
 
 
Auch für erwachsene Reitanfänger oder Wiedereinsteiger gibt es ein Programm beim PONI e.V.: Mit Pferden spielen
Reiten lernen mal anders:
Spielerisch, entspannt, angstfrei – mit Horsemanship, Trail und Centred Riding Elementen.
Und nur für die Großen!
Erwachsenenreitkurs für Freizeit- und Geländereiter,
mittwochs vonn 15:30 - 17:30h oder freitags, 17:30 – 19:30h
 
 
 
 
 
Reitbeteiligung beim PONI e.V.: Wer bei der FORTIS richtig gut ist und/oder den Galopp auf dem Platz und im Gelände und kleine Sprünge gut beherrscht, kriegt von uns ein Pferd
Die Reitbeteilgung steht einem dann an einem Tag in der Woche (wenn man will, auch mehr) zur Verfügung und man kann entweder alleine auf dem Platz trainieren, gemeinsam mit anderen ins Gelände gehen (wenn man volljährig ist, auch alleine) oder am Reitunterricht teilnehmen.
Für das Pferd ist man dann der wichtigste Mensch überhaupt und wird bald mit freudigem Wiehern belohnt, wenn man auf den Hof kommt.
 
 
 

 

 

 

 

 Das Förderprogramm des PONI e.V. ist eine vereinsinterne Fördermaßnahme für besonders begabte junge ReiterInnen.

Hier übernimmt der Verein die Kosten für die zusätzliche Ausbildung der jungen ReiterInnen im Springen, in der Dressur oder im Westernreiten und bereitet die Kinder/Jugendlichen auch auf Turnierteilnahmen vor. Ins Förderprogramm zu kommen ist eine Auszeichnung für besonders begabte und engagierte SportlerInnen, wir wären aber nicht der PONI e.V., wenn wir hier nicht auch Kinder und Jugendliche fördern würden, die sich besonders um die anderen, wichtigen Aufgaben des Vereins verdient machen, nämlich ein besonderes soziales Engagement zeigen, Kleineren helfen und sich mit um unsere behinderten und sozial benachteiligten TeilnehmerInnen kümmern.

Unsre Förderprogramm-Kids bereiten wir auch auf das Ablegen der Reitabzeichen der FN und der EWU vor.

 

 

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In eigener Sache:

 

Für den Reitbetrieb suchen wir immer Praktikanten!!!

 

 

Wir bieten:

  • angenehme, entspannte Arbeitsbedingungen
  • viel Kontakt mit Kindern und Tieren
  • auch Raum für eigene Ideen und Kompetenzen
  • nicht nur Stallarbeit sondern
  • je nach Kenntnisstand täglich Reiten
  • Kost + Logis (bei Bedarf)

 

Wir suchen

  • Freundlichkeit und Zuverlässigkeit
  • Erfahrung mit Pferden und Menschen
  • Einsatzbereitschaft
  • Spaß daran, etwas im Team mitzuarbeiten, etwas Neues zu entwickeln und aufzubauen
  • Interesse an unserem erlebnis- und reformpädagogsichen Ansatz

 

verantwortlich: Julia Wegat

 

  0176 - 43490113

oder per mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

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